Pressemitteilung

PM 56 (2012)
Stand 27. Januar 2012

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Kryptographie zum Anfassen

Startschuss der Kooperation der Karlsruher IT-Sicherheitsinitiative (KA-IT-Si) mit dem Kompetenzzentrum für Angewandte Sicherheits-Technologie (KASTEL).

Die Karlsruher IT-Sicherheitsiniative widmet sich seit ihrer Gründung Anfang 2001 dem Ziel, Mitarbeiter und Führungskräfte in Unternehmen und Behörden in der TechnologieRegion Karlsruhe für die Risiken mangelnder IT-Sicherheit zu sensibilisieren. Seitdem hat sie sich zu einer anerkannten Plattform für Wissensvermittlung und Erfahrungsaustausch entwickelt, deren Veranstaltungen von Experten und Verantwortlichen aus ganz Deutschland besucht werden.

Ab 2012 wird die Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und dem im Oktober vergangenen Jahres eröffneten Kompetenzzentrum für Angewandte Sicherheits-Technologie (KASTEL) die KA-IT-Si inhaltlich bereichern. Ziel ist es, den Wissenstransfer zum Thema IT-Sicherheit zwischen Forschung und Industrie zu verbessern.

Die erste gemeinsame Veranstaltung am 26.01.2012 widmete sich anlässlich des 100. Geburtstages des britischen Mathematikers und Kryptoanalytikers Alan Turing, dessen historisches Verdienst das erfolgreiche Knacken der deutschen Verschlüsselungsmaschine "Enigma" im zweiten Weltkrieg war, Höhepunkten der Kryptographiegeschichte.

Mehr als 100 Teilnehmer verfolgten die Einführungsvorträge der beiden Referenten Prof. Dr. Jörn Müller-Quade (KIT) und Dirk Fox (Secorvo Security Consulting GmbH), die nach einer kurzen Retrospektive auf die Entwicklung der Verschlüsselungstechnik von ihren Anfängen bis in das 20. Jahrhundert die Funktionsweise und geschichtliche Bedeutung der ersten Kryptomaschinen erläuterten. Sie spielten nicht nur im Verlauf des zweiten Weltkriegs eine entscheidende Rolle, sondern waren Auslöser der wegweisenden Arbeiten Alan Turings zur Entwicklung des Computers.


Bild: Professor Dr. Jörn Müller-Quade, KIT


Bild: Dirk Fox, Secorvo

Besonderes Highlight der Kooperationsveranstaltung war die anschließende Ausstellung zahlreicher seltener historischer Verschlüsselungsmaschinen, die speziell für diesen Anlass aus mehreren Sammlungen kombiniert wurden. Präsentiert wurden unter anderem eine Enigma und eine Maschine, wie sie in den 60er Jahren in der deutschen Botschaft in Moskau verwendet wurde. Die Sammler ergänzten die Einführungsvorträge um viele Details und historische Anekdoten rund um den Einsatz, die Kryptoanalyse und die spätere Restaurierung einzelner Stücke der Sammlungen.

Abschließend bot sich für die Teilnehmer noch ausreichend Gelegenheit zum fachlichen und persönlichen Austausch beim "Buffet-Networking".

Die nächste Veranstaltung der Karlsruher IT-Sicherheitsinitiative zum Thema "Sichere Softwareentwicklung" findet am 01.03.2012 im Schlosshotel Karlsruhe statt. Weitere Informtationen zu den Aktivitäten der KA-IT-Si finden Sie online unter www.ka-it-si.de.

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